Blasinstrumente

Blockflöte

Die Blockflöte gehört zu den Holzblasinstrumenten. In der Großfamilie der Blockflöten werden Sopran, Alt, Tenor und Bass am häufigsten gespielt. Vor allem die Sopranblockflöte gilt wegen ihrer kindgerechten Größe als ideales Anfangsinstrument in der Musikerziehung.

Die Blockflöte ist bereits auf Bildern des 11. Jahrhunderts zu sehen. In der Renaissance spielte man gerne mit anderen "Familien" zusammen, z. B. mit Gamben oder Krummhörnern. Im Barockzeitalter spielte man Blockflöten solistisch, auch im Orchester. Als man in den 50er Jahren die Vielfalt klanglicher Ausdrucksmöglichkeiten dieses so schlicht aussehenden Instruments entdeckte, schrieben bekannte Komponisten eine Fülle neuer Stücke für Blockflöte mit ganz neuen Klängen: von schrillstem Fortissimo bis zum zartesten, kaum hörbaren Pianissimo, ja sogar mit zweistimmigen Akkorden! So wurde aus der Blockflöte ein "neues" und modernes Instrument.

Lehrkräfte: Ute Bartels, Sigrid Lühr-Dubuc

 

 

 

Querflöte

Die Querflöte gehört zur Gruppe der Holzblasinstrumente. Früher bestand sie (wie Oboe, Klarinette etc. heute noch) fast vollständig aus Holz, wird aber inzwischen aus klanglichen Gründen aus Metall (Neusilber) hergestellt und mit einem Klappensystem gespielt. Der unvergleichlich schöne Ton der Querflöte macht sie zu einem der beliebtesten Instrumente unserer Zeit.

Für gemeinsames Musizieren bietet die Flöte unzählige Möglichkeiten. Stücke für Duos, Trios, größere Ensembles mit weiteren Flöten oder anderen Holzblasinstrumenten, mit Klavier, Cembalo, Laute oder Gitarre gibt es in allen ernsten Musikstilen. Auch in der Tanz- und Unterhaltungsmusik ist die Flöte beliebt und sogar in Rockbands findet sie ihren Einsatz: in den 70er Jahren wurde z. B. der Querflötenspieler Ian Anderson das Aushängeschild der Kult-Rockband Jethro Tull.

Lehrkraft: Adriana Michneva

 

 

 

Saxophon

Das Saxophon wird mit einfachem Rohrblatt wie eine Klarinette angeblasen, überbläst jedoch im Gegensatz zur Klarinette in der Oktave. Seine Griffweise ähnelt der Oboe. Sein Tonumfang beträgt etwa 2 1/2 Oktaven. Es ist ein transponierendes Instrument in B- oder Es-Stimmung. Saxophone gibt es in allen Stimmlagen vom Sopran bis Bass. Es zählt zu den wichtigsten Instrumenten des Jazz. In der Jazz Big Band spielt der Saxophonsatz eine ähnliche Rolle wie der Streichersatz im klassischen Orchester.

Berühmte Saxophonisten des Modern Jazz sind: Charly Parker, John Coltrane, Eric Dolphy und Sonny Rollins.

Saxophon ist leicht zu erlernen und setzt nur voraus, dass die Hände eines Spielers groß genug sind, um alle Tasten drücken zu können. Fast jedes Kind ab 10 Jahren kann am Altsaxophon alle Tasten und Klappen erreichen.

Lehrkraft: Shih Ming Chang

 

 

 

Klarinette

Dieses Holzblasinstrument mit einfachem Rohrblatt wird in verschiedenen Größen bzw. Stimmungen gebaut. Am häufigsten wird die Klarinette in B und in A eingesetzt. Die Klangfarben der verschiedenen Klarinetten sind sehr unterschiedlich; schon die einfache Klarinette in B oder A besitzt drei ausgeprägte Register (Klangfarbenbereiche): in der Tiefe klingt sie sonor, kräftig, bisweilen geheimnisvoll; in der Mittellage weich, voll und der menschlichen Stimme ähnlich; in der Höhe leicht schrill und spitz (was gerne auch für groteske und komische Effekte benutzt wird).

Die Klarinette gehört zu den transponierenden Instrumenten, d.h. sie erklingt in einer anderen Tonhöhe als ihre Notation.

Im 20. Jahrhundert spielt die Klarinette vor allem im Jazz eine bedeutende Rolle. Charakteristisch sind ihre Klänge auch für die jüdische Klezmermusik. Berühmte Klarinettisten sind Benny Goodman, Woody Herman oder Giora Feidman. Der Übergang vom Jazz zu anderen Musikbereichen (Klassik, populäre Musik etc.) ist hier bisweilen fließend.

Mit dem Klarinettenspiel kann man beginnen, wenn der Schneidezahnwechsel abgeschlossen ist.

Lehrkraft: Shih Ming Chang

 

 

Trompete

Die Trompete gehört zu den Blechblasinstrumenten. Das Besondere am Trompetenspiel liegt darin, dass jeder Bläser die Töne selbst herstellen muss. Daher ist ein langes und regelmäßiges Training der Atemführung nötig. Die Gesichtsmuskulatur muss systematisch entwickelt werden; kleine Veränderungen im Zusammenspiel von Lippen, Zunge, Unterkiefer, Muskulatur, Atemstrom und Atemstütze können bewirken, daß ein Ton nicht anspricht oder nicht so klingt wie erwünscht.

Die Tonskala baut auf den sogenannten natürlichen Tönen auf. Die dazwischen liegenden Töne werden bei den modernen Instrumenten durch Ventile erzielt, sodass die Trompete heute ein vollchromatisches Instrument ist, d.h. alle Halbtöne sind spielbar.

Die Trompete wird über ein kesselförmiges Mundstück angeblasen und ist i.d.R. mit drei Ventilen ausgestattet. üblich sind Sopran-(B) und Alt-(F)stimmung. Am verbreitetsten ist die B-Trompete, die einen Ton tiefer klingt, als sie im Violinschlüssel notiert wird. Von Johann Sebastian Bach wurden die hohen, nach ihm benannten Trompeten in D verwendet. Auch Vivaldi, L. Mozart und Haydn haben virtuose Trompetenmusik komponiert. Das 20. Jahrhundert hat berühmte Jazztrompeter wie Louis Armstrong und Miles Davies hervorgebracht. Blaskapellen und Militärkapellen sind ohne Trompete nicht mehr denkbar.

Wer mit der Trompete beginnen möchte, sollte das Gewicht des Instrumentes halten können. Eine Trompete wiegt ungefähr ein Kilogramm, so viel wie eine Tüte Milch. Die jüngsten Anfänger sind im Alter zwischen 6-7 Jahren, alles Weitere muss individuell probiert werden.

Lehrkräfte: Jens Enders