Trommelgruppen

In den Trommelgruppen spielen wir hauptsächlich auf den aus Afrika stammenden Trommeln Djembé und Kpanlogo. Die Instrumente werden im Sitzen zwischen den Beinen gehalten und mit der bloßen Hand geschlagen. Dadurch ermöglichen sie einen direkten, körperlichen Zugang zu Rhythmus und Kraft der Musik. Westafrikanische Basstrommeln und Kleinperkussionsinstrumente wie Rasseln und Glocken fügen dem Klang des Trommelorchesters weitere Farben hinzu. Ein bedeutendes Merkmal dieser Art von Trommelmusik ist, dass die Melodie erst durch das Zusammenklingen mehrerer Rhythmen entsteht. Daher wird grundsätzlich nur Gruppenunterricht erteilt. So erlebt jeder Teilnehmer im Spiel die Synchronisation und Interaktion mit der Gruppe.

Die Rhythmusarbeit beschränkt sich jedoch nicht auf das Trommeln, sondern schließt die Arbeit mit Körperrhythmus und Stimme, z. B. Klatschen, "Bodypercussion", einfache Schrittfolgen, rhythmisches Sprechen bis zum Gesang, als wesentlichen Teil mit ein. Erwachsenengruppen bestehen aus 6-12 Personen. Dadurch bildet sich automatisch ein Ensemble mit gleichem Kenntnisstand, das nach einiger Zeit auch gemeinsam auftreten kann. Kenntnisse der Standardnotenschrift werden nicht benötigt. Stattdessen wird eine unter Trommlern verbreitete Notation angeboten, die aus dem afrikanischen Musikverständnis entspringt. Dies macht das Instrument zu einem geeigneten Einstiegsinstrument auch für unerfahrene Erwachsene. Afrikanische Musik sollte möglichst nicht "vom Blatt", sondern auswendig gespielt werden, die Notation dient lediglich als Gedächtnisstütze.

In Anfängerkursen werden die Trommeln für alle Teilnehmer während des Unterrichts zur Verfügung gestellt. Wer sich dafür entscheidet, das Instrument längere Zeit zu spielen, sollte sich jedoch unbedingt ein eigenes Instrument zulegen. Obwohl beim Trommeln ein schneller Anfangserfolg erlebt werden kann, ist, wie bei jedem anderen Musikinstrument auch, regelmäßiges Üben zum Erlernen der korrekten Spieltechnik empfehlenswert.