Tasteninstrumente

Klavier

Als eines der traditionellsten Tasteninstrumente spielt das Klavier sowohl als Solo- wie auch als Begleitinstrument bis heute eine zentrale Rolle. Als Instrument im Orchester hat es seinen eigenen Platz erobert.

Von Mozart bis Beethoven, über die romantische Klaviermusik bis in die jüngste Gegenwart hat die Musik auf dem Klavier den wohl weitesten Kreis im gesamten Musikschaffen gezogen. Der moderne Musikstil, z. B. im Jazz, erstrebt Präzision statt Farbe. Dass das Klavier beides herzugeben vermag, dokumentiert die Universalität seines Wesens. Die moderne Technik erlaubt sehr differenziertes Spiel, vom spitzesten Stakkato bis zum extrem gebundenen Legato, von Pianissimo bis Fortissimo, langsam oder schnell.

Ein/e Anfänger/in kann schon nach kurzer Zeit einfache Stücke spielen, doch erfordert es jahrelange Übung, bis die Finger beider Hände wirklich unabhängig von einander bewegt werden können. Einfache Sonatinen sind nach etwa 2 Jahren zu erreichen, leichte Kammermusik nach 3-4 Jahren. Einfaches Akkordspiel im Jazz oder Rock können Erwachsene unter Umständen schon in wenigen Monaten erlernen. Freies und rhythmisch interessantes Jazzspiel erfordert dagegen mehrjähriges Training.

Lehrkräfte: Cecilia YiXin Pan, Lei Zhang, Jens Enders, Olga Kraus, Karin Holler,

 

 

Keyboard

Das Keyboard wird über eine Tastatur gespielt (engl.: key = Taste) und elektronisch verstärkt. Die Instrumentalklänge können elektronisch transformiert werden. Daher müssen die Tasten nicht, wie beim Klavier, mit festen Tonhöhen belegt sein, sondern sie können Geräusche und Steuerbefehle auslösen und beliebigen Tonschritten zugeordnet werden. Es ist z. B. möglich, nebeneinander liegende Tasten nicht Halb-, sondern Vierteltönen zuzuordnen. Auch kann man Melodien mittels einer Rhythmusautomatik selbst begleiten. Das Keyboard gehört zu den Instrumenten, die andere Instrumente nachahmen können.

Mit dem Aufkommen sogenannter live-elektronischer Musik im Jazz und in der Rockmusik seit Anfang der 60er Jahre kamen elektromechanische Instrumente in größerem Umfang zum Einsatz. Eingesetzt wird das Keyboard heute vor allem auch in der Pop- und Unterhaltungsmusik. Ein Keyboard kann eine ganze Band oder ein Orchester reproduzieren.

Das Keyboard kann ab dem Grundschulalter begonnen werden. Wir bieten auch Einsteigerkurse für Erwachsene in Kleingruppen an.

Lehrkräfte: Mike Wiesner

 

 

 

Akkordeon

Der Name bezieht sich auf die "fertigen" Akkorde, die mit den in Reihen angeordneten Knöpfen von der linken Hand gespielt werden (sogenannte Bässe). Hier finden sich die für Lieder und Tanzmusik am häufigsten benötigten Akkorde. Die rechte Hand des Spielers bedient eine Klaviatur - sie ist für Melodie- und für Akkordspiel geeignet. (Eine Sonderform ist das in Rußland verbreitete Bajan mit chromatischen Knopfgriffen für beide Hände.) Der Ton wird beim Akkordeon durch frei schwingende Zungen erzeugt, die im Inneren des Gehäuses angebracht sind. Durch Druck- und Saugwind werden diese Zungen zum Schwingen gebracht. Durch Register kann der Spieler die Klangfarbe verändern. Charakteristisch ist das Akkordeon für Volkslieder und -tänze, Tango-Musik und Musette-Walzer.

Knopfakkordeon – ein klassisches Instrument

Die letzten Jahre brachten der Modernisierung des Knopfakkordeons große Erfolge. Neue technische Spielverfahren sind erschienen, viele originelle Stücke sind entstanden. Im Vergleich zu anderen Musikinstrumenten hat das Knopfakkordeon eine größere Auswahl im Repertoire. Man kann damit verschiedene Arten von Musik seit der Renaissance bis zur heutigen Neuen Musik schön und prachtvoll wiedergeben.

Lehrkraft: Waldemar Gies